Zeitungsartikel

Seit dem 01.01.2017 sind wir die kommunale Schuldnerberatungsstelle der Stadt Brandenburg an der Havel.

Alle betroffenen Bürger mit einem Wohnsitz in der Stadt Brandenburg an der Havel können damit ab sofort eine kostenfreie Schuldnerberatung in Anspruch nehmen.

Hierzu veröffentlichte die MAZ am 04.01.2017 folgenden Artikel:

maz-04-01-2017

 

 

Verbraucherschutzminister Helmuth Markov bei der Schuldnerberatung

Brandenburgs Verbraucherschutzminister Helmuth Markov (Linke) besuchte am 03.03.2016 die Schuldnerberatungsstelle des pro-solvencia e.V. in der Geschwister-Scholl-Straße 36. Er informierte sich dort umfassend über die ehrenamtliche Tätigkeit des Teams. Das Team hilft Menschen, die Probleme mit Ihren Finanzen haben und denen letztlich nur noch Mahnungen oder Ankündigungen der Stromsperre ins Haus flattern.

pro-solvencia e.V. hilft etwa 200 Menschen pro Jahr und das schon seit dem Jahre 2009. Dabei geht es meist gar nicht unbedingt um die Einleitung eines Insolvenzverfahrens sondern oft um die Einigung mit den jeweiligen Gläubigern, so der Vereinsvorsitzende Ralf Baumgart. Mit seiner Kollegin Frau Anja Ullrich verhandelt er mit den Gläubigern und erzielt hervorragende Einigungen mit den Gläubigern, die es den verschuldeten Menschen wieder erlauben, kleine finanzielle Sprünge zu machen. Der Gang zum Postkasten ist danach kein Weg der Angst mehr. Unterstützt werden die beiden dabei von ihrer Mitarbeiterin Frau Nicole Kellner.

Der Minister Helmuth Markov fragte, ob alle rechtzeitig kommen und schüttelte dennoch gelegentlich den Kopf: „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man in absehbarer Zeit nicht mitkriegt, dass man mehr ausgibt als man hat.“ Frau Ullrich meinte, dass viele Menschen oft sehr spät kommen. Dabei zeigt ihre Erfahrung, dass man so früh wie möglich die Beratungsstelle aufsuchen sollte. Die ersten Termine werden den Mandanten innerhalb einer Woche gegeben – „Helfen können wir dann oft innerhalb der nächsten vier Wochen“ so Frau Ullrich weiter. Herr Minister Helmuth Markov fragte, „ob denn nicht die kommunalen Stellen auch Hilfe anbieten“. Hier führte dann Herr Baumgart aus, dass die Mandanten dort oft mehrere Monate auf Gesprächstermine warten – „doch wir müssen schnell sein“, so Baumgart, dem auch der Minister zustimmte.

Die Schuldnerberatung des Vereins finanziert sich über Spenden und eine kleine Fallpauschale vom Landesamt für Soziales, die im Erfolgsfall ausgezahlt wird. „Diese Beträge sind sehr gering„, rechnet Ralf Baumgart Herrn Markov vor. Der Minister kann jedoch keine konkreten Zusagen machen, da die Finanzierung nicht in sein Ressort fällt. Nach dem einstündigen Fachgespräch kommt der Minister zu dem Schluss, dass die Ehrenamtlichkeit hier sehr groß geschrieben wird, wenn es um die Hilfe finanziell bedürftiger Menschen geht: „Die machen einen tollen Job“.

 

Der Minister in der Schuldnerberatung pro-solvencia e.V.

[Foto: Copyright MdJEV]

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