Ab dem 01.07.2019 werden in Deutschland die Pfändungsfreigrenzen um rund 4 Prozent erhöht. Die neue Regelung ergibt bei einer Pfändung von Einkommen auf der untersten Stufe fortan einen Freibetrag von 1.179,99 Euro, bei einem Pfändungsschutzkonto (P-Konto) sind künftig 1.178,59 Euro geschützt. Betroffene Schuldner sollten sich allerdings bei ihrem Arbeitgeber oder Sozialleistungsträger erkundigen, ob die neue Pfändungstabelle wirklich angewendet wird. Das beugt irrtümlichen Auszahlungen an den Gläubiger vor. Die automatische Anpassung gilt auch beim P-Konto. Kreditinstitute müssen dabei zum einenden geänderten Sockelfreibetrag für den Kontoinhaber berücksichtigen. Hinzu kommen die neuen Freibeträge für Personen, denen Schuldner Unterhalt gewähren – zum Beispiel Ehepartner oder Kinder.Der zusätzliche Freibetrag für die erste Person liegt ab 01.07.2019 bei 443,57 Euro, für die zweite bis fünfte Person jeweils bei 247,12 Euro. Betroffene müssen aber keine neuen Bescheinigungen vorlegen. Überweisen Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder Kreditinstitute versehentlich noch nach der alten Tabelle, kann der Schuldner von diesen die Nachzahlung der versehentlich an den Gläubiger zu viel gezahlten Beträge verlangen.